Samstag, 10. März 2007

iTV in Regierungshand

Nach der Anordnung des thailaendischen Ministerpraesidenten General Surayud Chulanont, den Sendebetrieb einzustellen, ist mit iTV in dieser Woche der einzige nicht staatliche Fernsehsender Thailands aus dem Aether verschwunden.
Dem Konzessesionsentzug waren in den letzten Jahren mehrere Gerichtsprozesse vorausgegangen, in denen die Betreiber von iTV unter anderem auf mehr Freiheit bei der Programmgestaltung klagten.
Die Regierung hatte dem Bangkoker Sender die Auflage gemacht nur 30% der Sendezeit fuer Unterhaltungsprogramme nutzen zu duerfen und waehrend der Prime Time nur Nachrichten und Dokumentation ausstrahlen zu duerfen, was bei dem Fernsehverhalten der Thais, eine deutliche Benachteiligung zur Folge hatte.
Zwar erstritt sich der Sender zuletzt eine freiere Hand bei der Auswahl der Sendungen, bekam aber im letzten Jahr dennoch eine Strafe wegen der Austrahlung von "Inhalt ohne Konsens".
Die Strafe, 2,2 Milliarden Baht (=ca. 46 Millionen Euro) war fuer die finanziell ohnehin schon unter Druck stehende TV-Station dann aber zu viel.
Nachdem die Zahlungsfrist nicht eingehalten werden konnte, wurde der Stopp des Sendebetriebe von hoechster Stelle befohlen. "Ich muss mich entschuldigen.Mir ist bewusst, wie wichtig die Medien sind. Aber man muss sich daran halten, was rechtmaessig ist", sagte Premierminister General Surayud Chulanont, nachdem er am 6. Maerz den Entzug der Konzession verkuendete.

Die Entscheidung schlug in den Zeitungen Thailands dennoch hohe Wellen. Und natuerlich sehen die Beaobachter es auch im Ausland mit Sorge, dass die thailaendische Junta dem einzigen freien Sender, dem zudem nicht selten nachgesagt wurde, dem Putsch kritisch gegenueberzustehen, den Stecker rauszieht.
Nach Protesten ist iTV jetzt aber wieder als TiTV auf Sendung.
Allerdings ist das gesamte Sendeequipment in den Besitz des thailaendischen Staates uebergegangen und der Sender wurde inhaltlich und organisatorisch mit dem Channel 11 des Presseministeriums verschmolzen.
Fuer den Durchschnittszuschauer hat sich also kaum etwas geaendert. Fuer die unabhaengige Berichterstattung, die in Thailand ohnehin jeden Tag aufs neue ums Ueberleben kaempfen muss, war es ein grosser Schritt zurueck.

Mehr aus Asien gibt es hier.

Donnerstag, 8. März 2007

Herzlichen Glückwunsch...

(die vermutlich beste einladungsmail der vergangenen drei Jahrhunderte!)


...denn Sie sind dabei!

Sie wurden aus über 6 Milliarden Bewerbern ausgewählt und sind herzlich eingeladen an den Feierlichkeiten zum Jubiläum 25 Jahre Dixen teilzunehmen. Außer den Festreden auf meine Person hab ich noch kein wirkliches Partykonzept, deshalb sag ich jetzt mal, dass wir uns einfach am Samstag, 17. März um 20 Uhr bei mir zum gemütlichen Warm-Up treffen und von dort aus Richtung 'Cord' starten. Das Cord weiß auch schon von seinem Glück und Einlass ist "garantiert", auch in dieser Gruppengröße.

Falls es von Euch jemandem das Herz zerreißen sollte, weil nichts ohne den Gschmusi geht - Freundinnen sind natürlich willkommen, Freunde werden geduldet ;-)

@Heimat: Schlafsack mitbringen! Und ihr könnt natürlich auch schon am Freitag zum Qualifying anreisen...

Wer kommt? Ich muss ja schließlich wissen, ob ich für´s Warm-Up 50 Kästen Bier oder nur 45 kaufen muss... keine Angst, Mädels, für Euch gibt´s ja noch den Wasserhahn... ;-)

In diesem Sinne - Holla die Waldfee, Dixen

Nachschlag

Etwas nachzuschlagen ist (zumindest bei der jüngeren Generation) in vielen Fällen gleichbedeutend mit der Wortneuschöpfung googlen. Damit der Schlag dabei aber nicht zu kurz kommt gibt es nun die verschärfte Variante: Googlefight.

Das Prinzip ist einfach: Es werden zwei Suchanfragen an Google geschickt und die Anzahl der Ergebnisse verglichen. Auf der Startseite werden die interessantesten Vergleiche des letzten Monats gelistet. Dort findet sich Darth Vader vs. Luke Skywalker, Roger Federer vs. Andre Agassi, Anna Nicole Smith vs. O.J. Simpson und natürlich Microsoft vs. Apple.

Nüchtern betrachtet recht sinnlos, aber trotzdem eine witzige Idee. Außerdem zeigt es, dass dieses Blog doch einen recht hohen Stellenwert hat.

Sonntag, 4. März 2007

...

»Das Niveauniveau verhält sich indirekt proportional zum Alkoholniveau.«

Dienstag, 27. Februar 2007

Verfassungsgericht stärkt Pressefreiheit

Hinter die als "Cicero-Affäre" bekannt gewordene Razzia im Redaktionsgebäude des Magazins "Cicero" und im Privathaus eines der Redakteure (wir berichteten) wurde nun ein Schlusspunkt gesetzt. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erklärte die Durchsuchungen des Landeskriminalamts aufgrund des "einfachen Verdachts der Beihilfe zum Geheimnisverrat " als verfassungswidrig.

Hierzu Berichte/Reaktionen bei SpOn/SpOn, Welt/Welt, Süddeutsche/Süddeutsche sowie die Berichte der FAZ und der Zeit.

Montag, 26. Februar 2007

Betr.: Hallo-Projekt, Medienethik, Groessenordnung, Made in Nippon

Wer schon mal in Thailand eingereist ist und sich an den Immigration-Schaltern die Beine in den Bauch gestanden hat, weiss, dass das "Land of 1000 Smiles" erst hinter der Grenzpolizei beginnt. Beamte, die noch seltener laecheln als ein handelsueblicher deutscher Finanzbeamter, flippen gelangweilt den Pass durch und lassen die vielbesungene Gastfreundschaft der Thais nur selten erkennen.
Das soll sich jetzt allerings aendern. In dem sogenannten "Sawasdee Projekt" (uebersetzt etwa: "Hallo-Projekt") soll den Grenzern beigebracht, wie sie sich zu kleiden und die Haare zu tragen haben. Vor allem aber werden sie dazu angehalten, jeden Touristen mit einem original thaillaendischem Laecheln und einem Wai (Verbeugung und Gruss) zu begegnen. Ob das die Warteschlangen vor den Schaltern unbedingt kuerzer macht und nicht irgendwann die Ankoemmlinge ihr gutes Benehmen vergessen laesst, bleibt abzuwarten.

Noch unangenehmer wurden zwei russische Frauen (25, 30)empfangen, die man etwa eine Woche nach ihrer Ankunft in Thailand in ihren Liegestuehlen erschoss. Das Ganze passierte nur ein paar hundert Meter von meiner Bleibe am Jomtien Beach (Provinz Chonburi) entfernt, aber wir haben erst am naechsten Tag ueber einen Bekannten, der 1000 Kilometer entfernt in Suedthailand lebt per Telefon davon erfahren.
Bei den Frauen handelt es sich nach Informationen der Bangkok Post vermutlich, nach Aussagen der Einheimischen 100-prozentig um Prostituierte.
Seitdem flimmern die Bilder der beiden Leichen auf allen Kanaelen. In Grossaufnahme und ohne schwarzen Balken. Blut zu zeigen ist in den thailaendischen Medien allerdings verpoehnt - da haben sie Anstand und pixeln alles in Kleinstarbeit weg.

Mehr Tote werden in der naechsten Zeit auch in Myanmar (Burma) zu beklagen sein. Um die Verkehrspolizei neu zu organisieren, hat man dort alle Beamten erst ein mal von ihren Posten abgezogen um sie zu schulen und neu zu sortieren - naemlich nach Groesse. Je groesser der Polizist um so besser. Warum auch immer. Bis zum Abschluss der Reform gibt es in Burma keine Verkehrspolizei, was bei dem Bleifuss der Asiaten fatal sein kann.

Weniger Verkehr wird es dafuer in Zukunft in Nordkorea geben. Seit der Diktator Kim Jong-Il auf dem Weg zu einer Staatszeremonie wegen eines liegengebliebenen Autos "Made in Nippon" im Stau stehen musste, hat der notorische Bombenbastler kurzerhand die Einfuhr aller japanischen Modelle verboten.

So laeuft das halt in Asien.

Mehr dazu bei Pratunamo

Trau Dich!

Du stehst draußen,

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