Sonntag, 11. Februar 2007

Mit dem Ohr auf Reisen

Kürzlich wurde am PR-Tag in Dieburg und im dazu gehörigen Blog PR-Fundsachen noch darüber gesprochen, ob sich neue Distributionswege im Web 2.0 für Werbung und Marketing lohnen - gar dann, wenn Journalismus von Marketingabteilungen betrieben wird. Ob nun transparent oder nicht und sei es nun Reisejournalismus oder nicht.

Die Marketingbrains hinter dem Reiseverlag Marco Polo springen nun jedenfalls auch auf den Zug auf und bieten einen Podcast im Zweiwochenrhythmus. Die Themen sind Reise und Freizeit, die Produktion erfolgt nach eigenen Angaben höchst professionell. Immerhin wurden als Sprecher zwei erfahrene Moderatoren verpflichtet: Die freiberufliche Eventmanagerin und Schauspielerin Christiane Maschajechi sowie Radiomoderator und Chorsänger Jérôme Brunelle.

Marco Polo will angeblich den Hörer in ferne Länder und quirlige Metropolen entführen und nebenbei über aktuelle Reise-News, Insider Tipps und Reise-Services informieren. Das Geschäftsmodell scheint glasklar, zumindest für den verantwortlichen Product Manager Gerrit Elvers: „Mit dem professionell produzierten Podcast erreichen wir die reiseinteressierte Zielgruppe auf eine sehr kurzweilige und entspannte Art und Weise und lenken das Interesse regelmäßig auf aktuelle Themen unseres Reiseportals marcopolo.de". Günstiger als Radiowerbung ist der Podcast zweifellos.

Wie haben wir uns also diese systematische Desensibilisierung vorzustellen? Als gesponserte Reisereportage oder vielmehr als atmospärisch gefütterte Werbesendung? Es könnte durchaus gut werden, ich werde auch sofort mal reinhören und hoffe, dass sie die Lektion 2.0 gelernt haben.

Den Podcast gibt's hier...

Trackback URL:
http://post.twoday.net/stories/3307159/modTrackback

mrpink - 11. Feb, 21:35

Da blutet mein Travellerherz

Ich habe mir wirklich das komplette Ding reingezogen. Also eine gesponserte Reisereportage ist es nicht. Jedoch eine Marco Polo Werbesendung, die weder atmosphärisch ist, noch die Lust am Reisen erweckt.

Ich bin auch der Meinung, dass auf lange Sicht gesehen die Podcasts erfolgreich sein werden, die nicht unbedingt mit professioneller Technik produziert worden sind, jedoch von Leuten produziert wurden, die wissen worauf es ankommt und ihr Handwerk verstehen.

Wenn ich diesen Audiocast jedoch höre, dann lieber einen Podcast mit schlechten Mikrophonen und vielen Nebengeräuschen, der in audacity geschnitten ist und in dem so genannte professionelle Sprecher einem die Lust am Reisen nehmen.

Selten etwas gehört, dass so aufgesetzt und steif klingt. Da blutet mein Travellerherz wenn sich so etwas Reisecast nennt. Die Hörer in ferne Länder entführen? So jedenfalls nicht.

Eine Reisecast sollte Lust am Reisen wecken. Kultur, Atmosphäre, Stimmung rüberbringen, Meeresrauschen, Markttreiben... wo war das alles?

Fazit: vergeudete Zeit!

Postbote - 11. Feb, 22:00

*word*

du sprichst mir aus der Seele, wirklich. Das hat rein gar nichts mit Reiselust zu tun.

Trau Dich!

Du stehst draußen,

Aktuelle Beiträge

Buh, mich mit sowas zu...
Buh, mich mit sowas zu bewerfen, wo ich doch gar keine...
Turin - 10. Sep, 10:02
Das Marken-Stöckchen
Hier war ja schon lange nix mehr los. Aber statt geheuchelten...
F-punkt-M - 8. Sep, 21:56
Vor allem: Buche einen...
... wo das Flugzeug auch mit einem Internetzugang für...
tande dani - 30. Jul, 17:47
Religiöse Floskeln;...
Religiöse Floskeln; Konjunktiv, wohin man blickt:...
F-punkt-M - 27. Jul, 16:45
Punkt 5 lautet im Original...
Punkt 5 lautet im Original "Schliesse deine Augen und...
Turin - 25. Jul, 11:00

Archiv

Februar 2007
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
13
14
18
19
22
24
25
28
 
 
 
 
 

Suche

 

Status

Online seit 4660 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. Sep, 10:02

Abstellkammer
Chile y Argentina
Echtzeit
Fotoalbum
Hoerbar
Inside Cambodia
Kiwifahrt
Kuechenzeilen
Kulturraum
Land Down Under
Prosa
Reisebuero
Reisplattform
Schaufenster
Terrarium
Wissenswert
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren